Mann mit Mission

Mann mit Mission

Benjamin Näßler ist der neue „Mr. Gay Germany“. Der Frankfurter fordert mehr Toleranz für Homosexualität im Fußball.

r ist der Typ, der alle möglichen Herzen im Sturm erobern könnte, doch Benjamin Näßler ist vergeben. Der Dreißigjährige liebt aber nicht nur seinen Ehemann, sondern auch den Fußball. Und weil er schon allzu oft zu hören bekam, „wie, Du bis schwul und interessierst Dich für Fußball?“, hat er sich entschlossen, mit einer Kampagne zur Wahl des „Mr. Gay Germany“ anzutreten. Er will sich dafür einsetzen, dass in Fußball und Homosexualität kein Gegensatz mehr gesehen wird. Diese Mission hat die Jury überzeugt, die dem Versicherungskaufmann aus Frankfurt am Sonntag, dem 17. Dezember, den ersten Platz bei der Wahl in Köln zuerkannte. Dass er sich dafür in Bademode und Regenbogenringelsocken präsentieren musste, hat Näßler in Kauf genommen. Der Spieler des Frankfurter Clubs FVV möchte, dass Männer auch dort kicken können, wo es keine eigenen Vereine für Homosexuelle gibt. Als Jugendlicher in seinem schwäbischen Heimatort Bad Saulgau habe er sich nie getraut, zu seinem Schwulsein zu stehen. Für viele junge Männer außerhalb der Großstädte sei es immer noch unmöglich, im Verein ihre Neigung öffentlich zu machen. Wenn es doch herauskomme, sei es oftmals ein Spießrutenlauf, sagte er in einem Interview vor der Wahl. „Das ist aus meiner Sicht in der heutigen Zeit völlig fehl am Platz, und das möchte ich mit meiner Kampagne ändern“. So wird er als Botschafter für Toleranz im Fußball demnächst an vielen Veranstaltungen teilnehmen und zur Wahl des „Mr. Gay World“ antreten.

Quelle: F.A.Z

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